ressourcen für die europäische forschung und evaluation

06Philip Potter M.A. (Oxford) Dip.Soc.Sci. (York) M.Phil. (Birmingham): Sozialwissenschaftler mit Fachschwerpunkt in den Stadt- und Regionalwissenschaften, seit zwei Jahrzehnten in der Stadtforschung und Programmevaluation in Deutschland tätig, mit praxisbezogenen Arbeitsfeldern in der Sozial-, Arbeitsmarkt- und Stadtentwicklungspolitik. Aufgrund fließender Beherrschung von vier europäischen Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch) sind transnationale wissenschaftliche Studien inzwischen mein Hauptschwerpunkt.

Hochschulausbildung: Nach dem Studium der Romanistik an der Universität Oxford (1973) habe ich einen Aufbaustudiengang in angewandten Sozialwissenschaften an der Universität York (1977) absolviert. Daran schloss sich die Spezialisierung auf Stadt- und Regionalwissenschaften mit einem postgradualen Abschluss an der Universität Birmingham (1983) an.

Wissenschaftliche Beschäftigung: Ab Mitte der 80er Jahre war ich bei der Sozialwissenschaftlichen Forschungsgruppe SALSS GmbH in Bonn tätig und wechselte dann Ende der 80er Jahre zum Klaus Novy Institut e.V. in Köln. Ende der 90er Jahre war ich zudem auch am Seminar für Sozialwissenschaften an der Universität Köln in der Arbeitsstelle für Evaluation, zuletzt als Geschäftsführer, tätig. Derzeit bin ich selbständiger Consultant in verschiedenen Netzwerken.

Methodische Schwerpunkte: Bei meiner wissenschaftlichen Aktivität handelt sich um anwendungsbezogene Forschung, bei der ein methodischer Schwerpunkt auf Programmevaluation liegt. Dabei habe ich einen Schwerpunkt entwickelt: qualitative Evaluationsmethodik, die ich bereits mehrfach in Fachpublikationen darzustellen vermochte. Meine Projekte lassen zwei Hauptlinien erkennen: Zum einen die Entwicklung von eigenen Projektideen, die durch öffentliche Förderprogramme bzw. Stiftungen unterstützt werden. Zum anderen Auftragsforschung entlang einer vorgegebenen Aufgabenbeschreibung als Dienstleistung für öffentliche Institutionen. Beides hat einen unmittelbaren Praxisbezug und kann der Politikberatung dienen.

Projektsteuerung: In meinen Projekten habe ich mich dem gesamten Forschungszyklus – verantwortlich – gewidmet: von der Definition und Operationalisierung von Forschungszielen über die Projektakquisition, Verhandlung mit Auftraggebern und Förderstellen, Projektdesign und Kostenkalkulation, Projektmanagement, finanzielle Abwicklung bis hin zur Berichterstattung und öffentlichkeitswirksamen Kommunikation. Meine Tätigkeit bindet mich stark in interdisziplinäre Netzwerke verschiedenster Organisationen ein und umfasst insbesondere auch die Zusammenstellung und Leitung von Teams auf nationaler, europäischer und transkontinentaler Ebene.

Transnationalität: In den letzten Jahren habe ich mich systematisch auf das transnationale Lernen, d.h. die Förderung von Wissenstransfer über kulturelle Grenzen hinweg, spezialisiert – womit ein Beitrag zur europäischen Integration geleistet worden ist. Ich habe Netzwerke in Wissenschaft und Praxis aufgebaut und koordiniert: und zwar sowohl auf europäischer als auch transkontinentaler Ebene. Ich bin mit den operationellen Herausforderungen des transkulturellen Lernens für den Wissenstransfer bestens vertraut und von dessen Chancen überzeugt.

Transfer und Kommunikation: Wirksame Kommunikationstechniken sind für den Wissenstransfer entscheidend. Meine Publikationen richten sich weniger an die jeweilige engere Fachöffentlichkeit als an einen interdisziplinären Leserkreis. Sie liegen vorwiegend in englischer und deutscher, aber auch in französischer, italienischer und türkischer Sprache vor. Zudem habe ich mehrere Aufsatzsammlungen, meist mit internationalen Autoren, herausgegeben. Wichtiger als die Verbreitung in Publikationen ist der Wissenstransfer durch mündliche Kommunikation: Dazu dienen meine Methoden der Steuerung von Gruppenprozessen.